Du bist kein unbeschriebenes Blatt: Warum dein Name schon feststeht

 


In einer Welt, in der wir uns ständig neu erfinden müssen, kann das Leben ziemlich anstrengend werden. Auf Social Media, im Job und selbst im Privatleben fragen wir uns oft: Wer bin ich eigentlich, wenn ich all die Rollen abstreife, die ich täglich spiele? Wer bin ich ohne meinen Erfolg, ohne meine To-do-Listen, ohne meine perfekte Fassade?

Die Antwort darauf ist erstaunlich einfach und unheimlich tiefgehend. Sie steht in Jesaja 43:

„Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst; ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein! Wenn du durchs Wasser gehst, will ich bei dir sein, dass dich die Ströme nicht ersäufen.“

Du bist bereits gekannt

Gott wartet nicht darauf, dass du erst herausfindest, wer du sein willst, um dich zu lieben. Er sagt: Ich habe dich bei deinem Namen gerufen.

Das bedeutet:

  • Keine Verwechslung: Du bist für ihn keine Nummer in einer riesigen Masse. Er kennt dich ganz genau – mit all deinen Ecken, Kanten und geheimen Zweifeln.

  • Keine Bedingungen: Er ruft dich nicht, weil du alles richtig machst, sondern weil du ihm gehörst („Du bist mein“). Das ist kein Besitzanspruch, der einengt, sondern ein Versprechen, das dich absolut sicher macht.

Durch das Wasser, nicht daran vorbei

Spannend ist, dass Gott uns nicht verspricht, dass wir niemals nasse Füße bekommen. Er sagt nicht: „Ich halte dich von jedem tiefen Wasser fern.“ Er sagt: Wenn du durchs Wasser gehst, bin ich bei dir.

Die Stürme und die tiefen Phasen gehören zum Leben dazu. Aber der Unterschied ist: Du schwimmst nicht allein im kalten Ozean. Seine Hand hält dich über Wasser, selbst wenn dir die Wellen bis zum Hals stehen.

Wenn du heute oder morgen das Gefühl hast, den Halt zu verlieren, atme tief durch und erinnere dich an diese sieben Worte: „Ich habe dich bei deinem Namen gerufen.“




Ein kurzes Gebet für deinen Tag:

„Mein Gott, manchmal verliere ich im Trubel des Alltags den Blick dafür, wer ich eigentlich bin. Ich versuche, es allen recht zu machen, und vergesse dabei, dass mein Wert längst feststeht. Danke, dass du meinen Namen kennst. Danke, dass du mich auch dann hältst, wenn das Wasser um mich herum tief wird. Ich vertraue dir meinen Tag an. Amen.“

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