Dankbarkeit, die nicht nach Kitsch klingt
Wer den Begriff „Dankbarkeit“ hört, denkt oft sofort an rosarote Instagram-Kacheln, perfekt dekorierte Morgen-Journals mit pastellfarbenen Stiften und Sätze wie: „Jeder Tag ist ein Geschenk, lächle einfach hinein!“ Das ist wunderschön, wenn man gerade auf einer Wolkendecke schwebt. Aber was ist mit den Tagen, an denen der Kaffee auf den Teppich tropft, das Kind den dritten Wutanfall hat, der Kopf dröhnt und die To-Do-Liste länger ist als der Arm? An solchen Tagen fühlt sich aufgesetzte Dankbarkeit oft wie Hohn an. Fast so, als würde man sich selbst anlügen. Dankbarkeit darf echt sein. Sie muss nicht nach Kitsch klingen, um zu wirken. Wenn Dankbarkeit mitten im Chaos entsteht Echte Dankbarkeit hat nämlich gar nichts damit zu tun, dass alles toll, einfach oder perfekt ist. Sie ist vielmehr eine bewusste Entscheidung, mitten im unperfekten, grauen und manchmal anstrengenden Alltag die Augen aufzumachen für die winzigen Lichtblicke, die trotzdem da sind. Das ist kein großes, pa...