Die Kunst des Innehaltens (Warum das Beste oft im Kleinen passiert)

 


August ist eine eigenartige Zeit. Die Ferien laufen noch, aber im Hinterkopf fängt es bei uns Mamas schon an zu rattern: Wie war das nochmal mit dem neuen Stundenplan? Braucht die Vorschule noch neue Stifte? Wie gewöhnen wir die Kids wieder an das frühe Aufstehen?

Wir sind Meisterinnen darin, im Kopf schon drei Wochen in der Zukunft zu leben. Und während wir das tun, verpassen wir oft den goldenen Spätsommer-Moment, der jetzt gerade direkt vor unserer Nase passiert.

Ein Vers, der uns immer wieder sanft in die Gegenwart zurückholt:

„Macht euch also keine Sorgen um morgen, denn der nächste Tag wird für sich selbst sorgen. Es reicht, dass jeder Tag seine eigene Last hat.“ — Matthäus 6,34 (HFA)

Warum das „Morgen“ warten darf

Jesus lädt uns hier nicht dazu ein, leichtsinnig zu sein oder Pflichten zu vernachlässigen. Er lädt uns dazu ein, die Erlaubnis zu bekommen, uns nicht von der Zukunft erdrücken zu lassen.

  • Der Dieb der Gegenwart: Wenn wir uns heute schon den Kopf über das Chaos im September zerbrechen, stehlen wir uns selbst die Freude an diesem einen, freien August-Nachmittag mit den Kindern.

  • Gott ist auch morgen schon da: Wir müssen die Sorgen um den kommenden Alltag nicht schon heute „vorkosten“. Gott, der dich durch diesen Sommer begleitet hat, wird auch im September an deiner Seite sein.

  • Die 5-Minuten-Regel: Wenn dich die Gedanken an die kommenden Verpflichtungen überrennen, atme fünf Minuten lang tief durch. Schau dir deine Kinder an, wie sie spielen. Nimm den Geruch des Sommers wahr. Das ist heute deine einzige Aufgabe.




Kurzes Gebet für den Moment

Wenn deine Gedanken schon wieder in den September wandern, während du eigentlich im Hier und Jetzt sein willst:

Herr, ich merke, wie meine Gedanken schon wieder drei Wochen voraus sind. Ich habe Angst, etwas zu vergessen oder dem Alltag ab September nicht gewachsen zu sein. Hilf mir, heute einfach nur „heute“ zu sein. Schenk mir offene Augen für den Moment, den du mir gerade schenkst. Nimm mir die Last des Morgens von den Schultern und lass mich im Vertrauen auf dich zur Ruhe kommen. Amen.

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